Von der Frau zur Mama: Warum diese Übergangszeit mehr Aufmerksamkeit verdient

Für die Geburt eines Kindes gibt es Bücher, Kurse, Checklisten, unzählige Ratgeber. Für die Geburt einer Mutter gibt es fast nichts. Dabei ist genau das, was in dieser Zeit emotional mit einer Frau passiert, mindestens genauso einschneidend wie die körperliche Veränderung durch die Schwangerschaft selbst.

Der Fachbegriff dafür lautet Matreszenz (von "Matrescence", in Anlehnung an "Adoleszenz" gebildet) – der psychologische, emotionale, identitäre und, wie wir gleich sehen werden, auch neurologische Übergang von der Frau zur Mutter. Ein Begriff, der langsam bekannter wird, aber in unserer Gesellschaft noch viel zu wenig Raum bekommt. Im be your muse Yoga Studio und bei unseren Retreats (www.beyourmuse.at) möchten wir diesem Übergang die Aufmerksamkeit geben, die er verdient.

Was Matreszenz eigentlich bedeutet

So wie sich ein Teenager auf dem Weg ins Erwachsenenleben identitär neu erfindet, durchläuft eine Frau beim Übergang zur Mutter einen vergleichbaren Prozess. Werte verschieben sich. Prioritäten verändern sich. Die Beziehung zum eigenen Körper, zur Partnerschaft, zur eigenen Karriere – nichts bleibt exakt so, wie es vorher war.

Das ist kein Zeichen von Schwäche oder Überforderung. Es ist ein natürlicher, tiefgreifender Entwicklungsprozess.

Was dabei im Gehirn passiert

Was die Matreszenz besonders greifbar macht: Sie ist nicht nur ein "gefühlter" Wandel, sondern auch ein messbarer. Studien mittels bildgebender Verfahren zeigen, dass sich während Schwangerschaft und in der Zeit danach tatsächlich die Struktur des Gehirns verändert – unter anderem in Regionen, die mit sozialer Wahrnehmung und Empathie in Verbindung stehen. Manche dieser Veränderungen sind noch Jahre nach der Geburt nachweisbar.

Hinzu kommen hormonelle Umstellungen – etwa rund um Oxytocin – die eng mit Bindung, Fürsorgeverhalten und der neu entstehenden Verbindung zum Kind zusammenhängen. Auch häufig beschriebene Phänomene wie erhöhte Wachsamkeit, verändertes Schlafverhalten oder eine gesteigerte emotionale Reaktivität lassen sich zumindest teilweise auf diese neurologischen Anpassungen zurückführen.

Das bedeutet: Wenn du dich in dieser Zeit "anders" fühlst – wacher, verletzlicher, emotional intensiver –, ist das kein Zeichen von Instabilität. Es ist ein Hinweis darauf, dass sich dein Gehirn gerade aktiv auf eine neue Aufgabe einstellt.

Warum dieser Übergang oft übersehen wird

Nach der Geburt liegt der Fokus meist vollständig auf dem Baby – völlig zurecht. Doch dabei gerät oft aus dem Blick, dass auch die Mutter gerade eine enorme innere Transformation durchlebt. Fragen wie "Wer bin ich jetzt?", "Was von der alten Mir bleibt?" oder "Darf ich noch die sein, die ich vorher war?" bekommen selten den Raum, den sie verdienen.

Was es bedeuten würde, diesen Übergang ernst zu nehmen

Wenn wir Matreszenz als das anerkennen würden, was sie ist – ein Übergangsritus, vergleichbar mit anderen bedeutenden Lebensphasen – würde sich vieles verändern. Mehr Verständnis für emotionale Achterbahnen. Mehr Räume für den Austausch mit anderen Frauen, die dasselbe durchleben. Weniger das Gefühl, mit dieser Identitätsverschiebung allein zu sein.

Wie ein bewusster Raum diesen Übergang begleiten kann

Genau hier setzen unsere Angebote an – ob im Schwangerschaftsyoga, im Mama-Baby Yoga oder in unseren Retreats. Es geht nicht nur um Bewegung. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem diese Übergangszeit gesehen, benannt und begleitet wird – mit anderen Frauen, die genau wissen, wovon du sprichst.

Diesen Übergang gemeinsam erleben

be your muse Yoga ist ein Studio für Frauen, Schwangere, Mamas & Kinder im Herzen von Gersthof / Währing. Wir begleiten dich nicht nur körperlich, sondern auch in diesem oft übersehenen inneren Wandel – von der Frau zur Mama. In unseren wöchentlichen Studioangeboten und bei unseren Retreats.

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Häufig gestellte Fragen

Ist Matreszenz dasselbe wie eine postpartale Depression? Nein. Matreszenz beschreibt den natürlichen Identitätswandel beim Übergang zur Mutterschaft. Solltest du anhaltend belastende Gefühle erleben, ist es wichtig, professionelle Unterstützung zu suchen – etwa bei deiner Ärztin, Hebamme oder einer Psychotherapeutin.

Verändert sich mein Gehirn wirklich messbar durch die Mutterschaft? Ja, Studien zeigen strukturelle Veränderungen im Gehirn während und nach der Schwangerschaft, unter anderem in Bereichen, die mit sozialer Wahrnehmung zusammenhängen. Diese Veränderungen gelten als Teil der natürlichen Anpassung an die neue Rolle als Mutter.

Ist es normal, sich nach der Geburt "fremd" zu fühlen? Ja, dieses Gefühl beschreiben viele Frauen – es ist Teil des natürlichen Übergangsprozesses.

Wie kann ich diesen Übergang bewusster erleben? Austausch mit anderen Mamas, bewusste Reflexion und Räume wie unsere Kurse und Retreats können dabei helfen, diese Phase besser zu verstehen und zu begleiten.

Bietet be your muse gezielte Angebote zu diesem Thema? Ja, das Thema fließt in unsere Mama-Baby-Kurse und Retreats mit ein.

be your muse yoga · Studio für Frauen, Schwangere, Mamas & Kinder · Wien 18 · Gersthof / Währing · Ferrogasse 9/1, 1180 Wien · hello@beyourmuse.at · 0660 782 5893 · @beyourmuse.studio · www.beyourmuse.at


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